Reisebüro Eurasia Reisen
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Ehemals ein unabhängiger Staat ist Tibet heute chinesisches Verwaltungsgebiet mit der offiziellen Bezeichnung „Autonome Region Tibet“. Auf der Hochfläche Zentralasiens gelegen erstreckt sich Tibet über 2000 Kilometer von Indien im Westen bis China im Osten und über 1000 Kilometer von Nepal im Süden bis zur chinesischen Provinz Xinjiang (Turkestan) im Norden. Das Hochland von Tibet liegt auf einer durchschnittlichen Höhe von 4000m , an drei Seiten eingefasst von den höchsten Bergen der Welt: im Süden vom Himalaya, im Westen vom Karakorum und im Norden vom Kunlun- und Tangra-Gebirge. Nach Osten hin wird Tibet begrenzt von den zwei westlichsten Provinzen Chinas, Sichuan und Yünan. Laut China-Jahrbuch 1991 umfasst Tibet eine Fläche von 1.221.600 km2. Auf der Hochfläche von Tibet entspringen einige der größten Flüsse Asiens wie Indus, Sutlej, Brahmaputra, Mekong und Yangtse. Die Hauptstadt ist Lhasa.
Das Klima ist von sehr kalten Wintern und warmen Sommern geprägt. Die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge liegt bei rund 400 Millimetern. Besonders der westliche und nördliche Teil Tibets sind durch extreme Trockenheit gekennzeichnet. Die Temperaturen sind im Gebirge und auf den Hochebenen im allgemeinen niedrig, die geschützten Täler haben milderes Klima.
Tibet weist nach der letzten chinesischen Volkszählung im Jahre 1990 eine Gesamtbevölkerung von 2.196.010 auf. In dieser Zahl ist außer den Tibetern auch der wachsende Anteil der chinesischen Han-Bevölkerung enthalten. Die Landessprache ist Tibetisch. Der Nordteil Tibets, Tschangtang oder nördliche Ebene genannt, ist eine Wüste und fast unbewohnt. Das gebirgige Weideland im Süden bewohnen hauptsächlich Nomaden mit ihren Schaf-, Ziegen- und Yakherden. Ihre traditionelle Lebensweise in schwarzen Zelten hat sich seit über 2000 Jahren kaum verändert. Die überwiegende Mehrheit der Tibeter lebt aber in der vom Brahmaputra und seinen Nebenflüssen bewässerten Südhälfte des Landes und in der östlichen Provinz Kham. In diesen geschützten Tälern mit ihrem milden Klima wachsen Weizen, Gerste und einige Gemüsearten. Die Bauern halten Kühe, Ziegen, Schweine und Pferde. In diesen südlichen Tälern entstand auch die tibetische Kultur, deren Einfluss einst weit über die politischen Grenzen Tibets hinausreichte. Aus der Vermischung mit der ursprünglichen Bön-Religion entstand eine besondere Form des Buddhismus, der Lamaismus, die Religion der Mehrheit der Tibeter.
Da Ausgangs- und Endpunkt Ihres Tibetaufenthaltes Kathmandu, die Hauptstadt Nepals ist, benötigen Sie neben dem Visum für Tibet auch ein Visum (und zwar für mehrmalige Einreise) für Nepal.
Visabestimmungen für Nepal:
Bei Ausstellung in Österreich: Aufenthaltsdauer bis 60 Tage/einmalige Einreise ca. EUR 40,--
Aufenthaltsdauer bis 60 Tage/mehrmalige Einreise ca. EUR 90,--
Um längere Wartezeiten am Flughafen in Kathmandu zu vermeiden empfiehlt sich, das Visum beim Nepalesischen Konsulat in Österreich, 1220 Wien, Schickgasse 25 (Tel. 28800100, Fax: 28800111) ausstellen zu lassen. Sie benötigen einen ab dem Einreisetag mindestens noch für 6 Monate gültigen Reisepass, 1 ausgefülltes und unterschriebenes Antragsformular sowie ein Passphoto. Die obigen Preise gelten bei Selbstabholung; bei Postversand werden ca. EUR 3,50 verrechnet. Man muss innerhalb von sechs Monaten ab Ausstellung des Visums einreisen. Reichen Sie daher Ihren Visaantrag nicht früher als sechs Monate vor dem Reiseantritt ein, da das Visum sonst noch vor der Reise ungültig wird.
Die Visaformalitäten für Tibet erledigt unsere Partneragentur in Kathmandu für Sie.
Stand Februar 2006 - aktuelle Visabestimmungen erfragen Sie bitte bei der zuständigen Botschaft bzw. in Ihrem Reisebüro.